Bildungsfahrt nach Berlin und Weimar schärft Politiksinn



Monat: 04/2003, Quelle: Kelkheimer Zeitung 25. April 2003

 

Liederbach – Mit einer ganzen Menge an Erinnerungen und Eindrücken sind die Teilnehmer der Studienfahrt nach Berlin und Weimar wieder in den Taunus zurückgekehrt. Die Gemeinde Liederbach hatte die Fahrt vom 5. bis 10. April die in Zusammenarbeit mit der Jakob-Kaiser-Stiftung veranstaltet wurde, unter das Motto "Wir haben Brücke zu sein" gestellt. Diese Maxime nahmen sich die 15 jungen Reisenden im Alter von 15 bis 22 Jahren zu Herzen, während sie einen Ausflug in die Vergangenheit machten, um über die Gegenwart zu lernen.

 

Mitgereist war auch Walter Löhr, Sozialreferent der Gemeinde Liederbach, der sich nach der Rückkehr sehr angetan von der Erfahrung zeigte.Als Tagungsorte dienten den Politikinteressierten sowohl die Jugendherberge Germania in Weimar als auch ein Hotel in Berlin am Prenzlauer Berg. Die erste Exkursion führte die Gäste aus dem Taunus in die dunkelsten Kapitel der deutschen Geschichte. Angekommen in der Gedenkstätte Buchenwald, sahen sie einen Film und hörten sich einen Vortrag an, ehe ihnen dieser Teil der deutschen Vergangenheit während einer Führung nähergebracht wurde. Die Fahrt zur Gedenkstätte hatte ebenso unter der Überschrift "Weimar – eine Stadt zwischen Klassik und Terror" stattgefunden wie der Vortrag von Gabriele Mühler, die sich vor allem auch mit der Spurensuche in der europäischen Kulturstadt beschäftigt hatte.

 

Die Ankunft im Machtzentrum der deutschen Regierungen bis 1990, der Wilhelmstraße, bereitete die Reisenden dann auf einen besonderen Höhepunkt ihrer Fahrt vor, der am Nachmittag folgen würde. Es stand ein Informationsbesuch im Deutschen Bundestag auf dem Programm inklusive Führung. Einen Tag vor der Abreise ging es dann weiter nach Potsdam, wo die Folgen des Potsdamer Abkommens für Europa diskutiert wurden.