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Seminarbericht: Thüringen - ein Land in der Mitte Deutschlands
Unsere Studienfahrt nach Weimar im April 2000. Von Annette Petry
Nach einer langen Fahrt, in deren Verlauf wir auch die Wartburg besuchten, kamen wir, Schülerinnen und Schüler aus Bayern, im Jakob-Kaiser-Haus in Weimar an. Trotz Müdigkeit sahen wir uns noch einen Film an, der uns auf den Besuch im Thüringer Landtag vorbereiten sollte. Wir stellten fest, daß wir zwar eher wenig neues Allgemeinwissen erhielten, da der Film ein Schnelldurchlauf des vergangenen Sozial-kundeunterrichts war. Aber trotzdem hat es nicht geschadet, den Stoff in Erinnerung zu rufen. Vor allem aber erfuhren wir viel über die Besonderheiten des Thüringer Landtags und der Verfassung dieses Bundeslandes, die von denen anderer Ländern abweichen. Am Abend gab es dann auch noch einen kleinen Besuch in einer Bar in Weimar und plötzlich war die Klasse auch nicht mehr müde!
Der zweite Tag führte uns nach Erfurt in den Landtag. Wir nahmen auf den Abgeordnetensitzen im Plenarsaal Platz und hörten zunächst die Einführung einer Referentin, die uns den Film vom Vorabend noch einmal erzählte. Schließlich kamen aber ein SPD-Abgeordnete, eine Pressereferentin von der PDS und ein Pressereferent von der CDU. Wir nutzen die Gelegenheit und befragten sie nach der Green-Card. Ein Thema, das zur Zeit sowohl in den Medien, als auch im Sozialkunde-unterricht ausführlich behandelt wird. Eine heiße Diskussion entbrannte und es wurde für mich sehr schwierig mitzuschreiben. Aber man erlebte Politik einmal fast live und das war wirklich sehr interessant.Erfurt ist eine Stadt, in der man mehr als nur einen Tag verbringen kann, ohne alles gesehen zu haben. Wir erfuhren bei unserer Stadterkundung sehr viel über die städtische Bausubstanz – die Häuser stammen aus verschiedensten Epochen. Wir sahen u.a. die Hauptsiedlung, die sich sehr früh um den Dom bildete, und eine Festung, die ein Kloster ist und in der man noch Brot bäckt wie um 1820. Mir fielen in Erfurt vor allem auch die große Zahl an Kirchen auf, von denen einige momentan renoviert werden. Auch Häuser sind gerade in der Renovierungsphase, andere sind schon fertig, wieder andere sind noch sehr herunter-gekommen, mit vermauerten Türen und Fenstern, die auf Besitzer warten, die sie wieder in Schwung bringen. In Erfurt kann man übrigens das schmalste Haus Deutschlands sehen. Ein Haus in blauer Farbe, gegenüber des Waidspeichers, das lediglich drei Meter breit sein dürfte.
Erfurt war auch das Ziel vieler bekannter und teilweise wichtiger Leute. Napoleon, Goethe, Zar Alexander I., der hier verhandelte, Schiller und Humboldt lebten und arbeiteten in der Stadt, um nur einige zu nennen. Nach zwei Stunden machten wir uns auch selber auf den Weg durch Erfurt und fanden so manche Häuser, Straßen und Geschäfte, die uns vorher nicht aufgefallen waren.Der Mittwoch machte uns klar: Braucht man für Erfurt schon mehr Zeit, so braucht man für Weimar noch mehr! Die europäische Kulturstadt 1999, in der Goethe, Bach und Liszt wirkten, die mit der größten Shakespeare-Sammlung des europäischen Festlandes aufwartet, die Stadt, die „Pate stand“ für die Weimarer Republik, ist Geschichte pur. Leider hatten wir für sie viel zu wenig Zeit.
Am Nachmittag arbeiteten wir dann in zwei Gruppen: wir sprachen mit Christian Fuchs über die „Schülerzeitungslandschaft“ in Thüringen und bekamen auch einige Tips, die wir an unserer Schule umsetzen können. Der andere Teil der Seminarteilnehmer war mit Theo Klems von „Radio Lotte" unterwegs. Wir interviewten einige Punks, und fragten nach, ob der von ihnen aufgestellte Oberbürgermeister-Kandidat auch Chancen habe, gewählt zu werden
Am Donnerstag fuhren wir nach Leipzig. Im Zeitgeschichtlichen Forum erhielten wir einen sehr genauen und gründlichen Einblick in die Zeit des zweiten Weltkrieges, die Nachkriegszeit und die Geschichte der DDR bis zur Vereinigung. Ich sage ungern Wiedervereinigung, da es Deutschland ja nie in dem Sinne gegeben hat, wie es heute nach der Vereinigung existiert. Wir fanden uns nach der Mittagspause in Dreiergruppen zusammen und lösten mit Hilfe der Wandtafeln, Dokumente, Bilder, Filme und des Archivs im Zeitgeschichtlichen Forum verschiedene Aufgaben. Es war sehr interessant, einmal alleine, ohne Referenten nachzuforschen und selber etwas herauszufinden.Etwas müde sahen wir uns am Freitag noch einen Film über Weimar an, der uns vieles zeigte, was wir nicht besichtigen und erarbeiten konnten. Abschließend möchte ich unserem Referenten Michael Mohs danken, der ein gutes Programm erstellt hat, durch das wir sehr viel Neues erfahren haben. Wir haben Thüringen näher und besser kennengelernt, sehr viele historisch bedeutsame Orte gesehen und dazu auch noch Spaß gehabt. Auch wenn das Programm sehr anstrengend klang, gab es doch genügend Freizeit und Freiheit für uns. Diese Fahrt kann ich nur sehr weiterempfehlen.
Am Donnerstag fuhren wir nach Leipzig. Im Zeitgeschichtlichen Forum erhielten wir einen sehr genauen und gründlichen Einblick in die Zeit des zweiten Weltkrieges, die Nachkriegszeit und die Geschichte der DDR bis zur Vereinigung. Ich sage ungern Wiedervereinigung, da es Deutschland ja nie in dem Sinne gegeben hat, wie es heute nach der Vereinigung existiert. Wir fanden uns nach der Mittagspause in Dreiergruppen zusammen und lösten mit Hilfe der Wandtafeln, Dokumente, Bilder, Filme und des Archivs im Zeitgeschichtlichen Forum verschiedene Aufgaben. Es war sehr interessant, einmal alleine, ohne Referenten nachzuforschen und selber etwas herauszufinden.Etwas müde sahen wir uns am Freitag noch einen Film über Weimar an, der uns vieles zeigte, was wir nicht besichtigen und erarbeiten konnten. Abschließend möchte ich unserem Referenten Michael Mohs danken, der ein gutes Programm erstellt hat, durch das wir sehr viel Neues erfahren haben. Wir haben Thüringen näher und besser kennengelernt, sehr viele historisch bedeutsame Orte gesehen und dazu auch noch Spaß gehabt. Auch wenn das Programm sehr anstrengend klang, gab es doch genügend Freizeit und Freiheit für uns. Diese Fahrt kann ich nur sehr weiterempfehlen.
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