Neue Heimat Bundesrepublik Deutschland



"Neue Heimat Bundesrepublik Deutschland"

Über 1000 Teilnehmer an Integrationsseminaren. Von Rudolf Golletz

 

 

Im Rahmen des Seminars wird die Bundesstadt Bonn, speziell das ehemalige Regierungsviertel, sowie das Haus der Geschichte besucht. Daneben erfolgt eine Besichtigung des Hauses des ersten Bundeskanzlers der Bundesrepublik Deutschland, Dr. Konrad Adenauer, in Rhöndorf. Den Teilnehmern wird darüber hinaus die Möglichkeit einer Schiffstour auf dem Rhein von Königswinter bis Remagen und zurück eingeräumt.

 

Während des Seminars vom 4. Juni bis 8. Juni 2001 konnte Frau Ludmila Nikiforova als eintausendste Teilnehmerin begrüßt werden. Aus diesem Anlaß wurde ihr ein Blumengebinde überreicht. Die Bauingenieurin stammt aus Kasachstan. Den sechsmonatigen Sprachkurs absolvierte sie mit Erfolg und wird demnächst durch das Arbeitsamtes Hannover im Rahmen einer speziellen Förderungsmaßnahme für eine Tätigkeit auf dem deutschen Arbeitsmarkt vorbereitet.

 

Und so begann es mit den Seminaren: Es war eine Anfrage der ehemaligen Parlamentarischen Staatssekretärin Gertrud Dempwolf an den Direktor des Arbeitsamtes Hannover, ob über die im Bezirk des Arbeitsamtes Hannover ansässigen Einrichtungen der Sprachförderung für Spätaussiedler eine Gruppe von ca. 25 Teilnehmern für ein Seminar mit dem Inhalt "Einführung in die demokratische Rechts- und Sozialordnung" gewonnen werden könnten. Erst der damalige Präsident des Landesarbeitsamtes Niedersachsen-Bremen erteilte seine Zustimmung. Herr Verwaltungsamtsrat Rudolf Golletz, von 1974 bis 1996 Fachkraft für Spätaussiedler im Arbeitsamt Hannover, wurde mit der Organisation und Durchführung der Seminare beauftragt. Bisher wurden fast 40 Seminare durchgeführt. Nachdem die ersten Veranstaltungen in wechselnden Häusern stattgefunden haben, ist die Heimvolkshochschule Adam-Stegerwald-Haus der Jakob-Kaiser-Stiftung e.V. in Königswinter seit 30 Veranstaltungen das Domizil der Aussiedler.

 

Weitere Veranstaltung in diesem Jahr sind geplant. Daß diese Seminare bisher sehr erfolgreich waren, ist den Mitarbeitern des Adam-Stegerwald-Hauses, insbesondere dem Seminarleiter, Herrn Jürgen Hollstein, und darüber hinaus dem persönlichen Einsatz der Referenten zu verdanken. Ein herzlicher Dank gilt auch den Kräften, in deren Händen die Planungs- und Organisationsarbeiten lagen. Hier muß darauf hingewiesen werden, daß es sich bei den Teilnehmern um einen Personenkreis handelt, die bisher in einem anderen Kulturkreis geprägt wurden. Insider kennen die Herausforderungen bei der Planung eines solchen Seminars, bei der besondere didaktische und organisatorische Belange zu berücksichtigen sind.