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Projekttage: Jüdisches Leben in Berlin und Brandenburg.
Von Antje Böhm und Britta Wollschläger
Als Schülerinnen des Goethe-Schille-Gymnasiums Jüterbog hatten wir in den letzten Jahren häufig die Möglichkeit, an den Tagesseminaren der Jakob-Kaiser-Stiftung e.V. teilzunehmen. Wir empfanden diese Veranstaltungen persönlich als große Bereicherung und Motivationsschub, sowie als willkommene Abwechslung zum alltäglichen Schulunterricht.
Einmal nahmen wir an einer Exkursion nach Berlin teil, die abends mit dem Besuch des Musicals Anatevka endete. Wir erkundeten das jüdische Viertel in Berlin-Mitte. Durch die Führung in der Synagoge oder beim Besuch des jüdischen Gymnasiums lernten wir viel über die Kultur, die Lebensweise und das Schicksal der deutschen Juden. Mit Vertretern der jüdischen Gemeinde konnten wir über den Glauben sprechen und erhielten einen Einblick in die Religion. Diese Begegnungen haben uns sehr nachdenklich gemacht und wir begannen uns innerlich mit den Fragen auseinanderzusetzen, warum Juden verfolgt und getötet wurden, warum sie immer noch nicht richtig toleriert werden, und was wir dagegen tun können.
Wir wurden auf diese Veranstaltungen zuvor von pädagogischen Mitarbeitern der Stiftung durch Kurzvorträge, Diskussionen, Rollenspiele oder Wandzeitungen vorbereitet. Dies ermöglichte ein besseres Verstehen das Themas und bereitete allen Teilnehmern auf Grund der lockeren, freundlichen Atmosphäre großen Spaß.
Aus Gesprächen mit anderen Teilnehmern haben wir den Eindruck gewonnen, daß fast alle die Veranstaltung als positive Bereicherung erfahren haben. Besonders positiv wurden die gute Organisation und die Vielseitigkeit der Projekte aufgenommen. Das erklärt unserer Meinung nach auch die große Zahl an Teilnehmer/ innen an den angebotenen Tagesveranstaltungen. Wir möchten Euch diese Fahrten unbedingt weiterempfehlen.
Literaturempfehlung:
A. NACHAMA / J.H. SCHOEPS / H. SIMON:
Juden in Berlin. Henschel Verlag, Berlin 2000, 264 Seiten, 49,90 DM.
Der Leiter des Potsdamer Moses-Mendelsohn-Zentrums, Julius Schoeps, der Direktor des Centrum Judaicum in Berlin, Hermann Simon und der Vorsitzende der Jüdischen Gemeinde Berlins, Andreas Nachama sind Herausgeber und Hauptautoren des ersten umfassenden Buches, das zeigt, wie die Stadt Berlin über Jahrhunderte hinweg den Mittelpunkt jüdischen Lebens in Deutschland bildete.
ECKHARDT/ NACHAMA:
Jüdische Orte in Berlin. Nicolai-Verlag Berlin, 1996.
Dieser Wegweiser zu jüdischen Orten in Berlin, Lesebuch und Nachschlagwerk zugleich, läßt mit 400 Photos und 14 Essays jüdisch-deutsche Vergangenheit und Gegenwart in Berlin lebendig werden.
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