Kooperationsseminar mit der Forschungsgemeinschaft 20. Juli 1944 e.V.

 

"XXXII. Königswinterer Tagung"

 

Vom bürgerlichen Humanismus zum „Herrenmenschentum“ - Die Transformation moralischer Werte als Ausgangspunkt für den Widerstand im „Dritten Reich“

 

15.02. - 17.02.2019, CJD Bonn

 

Seminar-Nr.: 19-02-150
  

 

Zielsetzung:

Wie es der Titel der Tagung schon auszudrücken versucht, geht es uns um die (hergebrachten) Werte und deren Wandel, der offen oder verdeckt, sichtbar und nicht wahrgenommen vor sich ging. Setzte diese Entwicklung erst 1933 ein oder liegen ihre Wurzeln viel früher? Und was waren das überhaupt für Werte, waren sie vielleicht längst überholt, passten sie noch in die Zeit, wurde ihr Verlust bedauert? Gibt es so etwas wie „ewige“ Werte, die in jeder Regierungsform und in jedem Regime Gültigkeit behalten? Oder füllten sich unter Umständen alte Begrifflichkeiten mit neuen Inhalten? Diese Fragen sollen aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchtet werden.

Denn totalitäre Regime, so hat es der Historiker Klaus Hildebrand einmal ausgedrückt, sind ja nicht zuletzt dadurch gekennzeichnet, dass sie zum Schuldigwerden kaum Alternativen übrig lassen: sie öffnen die Grenzen zwischen gut und böse, ja erklären letztlich selbst das Gute für böse und das Böse für gut. Daher wird seinem Gewissen zu folgen, ganz anders als unter rechtsstaatlichen Verhältnissen, leicht zu einer existentiellen Probe für das materielle und persönliche Überleben. Es verlangt über Gebühr oft einen ausnehmend starken Charakter und erfordert je nachdem sogar Heldenmut. Weil man im totalitären Unrechtsstaat, diametral verschieden vom demokratischen Rechtsstaat, auch nicht annähernd abzusehen vermag, was einen bei abweichendem, oppositionellem, gar widerständigem Verhalten erwartet – unter Umständen nichts Ernstes, aber mit gleicher Ungewissheit auch das Schlimmste -, weil tyrannische Willkür berechenbare Verfahren verdrängt, werden Bürger, weil sie nun einmal Menschen sind, leicht zu „Feiglingen aus Instinkt“: Angst um Status und Pension treiben zur Anpassung; verlockende Gelegenheiten des Regimes verführen zum Mitmachen; gilt alles in allem das, was ist, als das Richtige, das Zeitgemäße und das Überlegene.

 

Zielgruppe:

Die Seminarveranstaltung richtet sich an alle politisch interessierten Bürgerinnen und Bürgern ab 16 Jahren.

 

Tagungsort: CJD Bonn

 

Tagungsbeitrag pro Person im DZ inkl. VP: 100,00 € Teilnehmerbeitrag zzgl. 30,00 € (anteilige Kostenpauschale für die Tagungsorganisation des KOOP-Partners) = 130,00 €

 

für Studenten im DZ inkl. VP: 60,00 € TN-Beitrag zzgl. 10,00 € (Anteilige Kostenpauschale für die Tagungsorganisation des KOOP-Partners) = 70,00 €

Seniorenstudenten entrichten den regulären Beitrag.

 

pro Person ohne Übernachtung, inkl. VP: 50,00 € TN-Beitrag zzgl. 10,00 € (Anteilige Kostenpauschale für die Tagungsorganisation des KOOP-Partners) = 60,00 €

 

EZ-Zuschlag 11,00 € p. P. pro Nacht

 

Die Anreise erfolgt privat.

 

Änderungen bleiben vorbehalten.

 

Nähere Informationen:  

Jakob-Kaiser-Stiftung e.V.

Tel. 02223 / 706-10,  Fax: 02223 / 706-20

mail@jakob-kaiser-stiftung.de

 

Oder melden Sie sich mit dem Anmeldeformular an, das Sie unten herunterladen können.

Hier finden Sie auch unsere Teilnahmebedingungen.

 

Die Mindestteilnehmerzahl beträgt 10.

 

Tagungsbeitrag:  2/3 Programmgebühr, 1/3 Institutsgebühr

 

Bei der Veranstaltung handelt es sich um eine Seminarveranstaltung im Rahmen der politischen Bildung, die aus öffentlichen Mitteln gefördert wird. Die Teilnahme an den Programmpunkten ist für die Teilnehmer verpflichtend.

 

Das Anmeldeformular zum Downloaden finden Sie hier:
Anmeldeformular 19-02-150.pdf
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Jakob-Kaiser-Stiftung e.V.

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