„Die unabgeschlossene Vergangenheit“ – Erinnerungs- und Gedenkkultur im geteilten und vereinten Deutschland

03.07.-06.07.2019, Weimar

 

Seminar-Nr.: 19-07-030

 

Zielsetzung: Das Seminar will die Teilnehmer dazu anregen, sich kritisch mit der Erinnerungs- und Gedenkkultur im geteilten und vereinten Deutschland aus-einanderzusetzen. Die Neuausrichtung des Umgangs mit Gedenkstätten und Erinnerungsorten hat im politischen wie im gesellschaftlichen Bereich zu kontro-versen Diskussionen geführt. Zwar besteht politischer Konsens darin, dass historische Gedenkstätten in Ost und West sowohl die nationalsozialistischen als auch die stalinistischen Gewaltopfer in ihre pädagogische Arbeit einbeziehen. Die Art und Weise war und ist aber zum Teil umstritten. Am Beispiel der Gedenkstätte Buchenwald und des Erinnerungsortes Firma Topf & Söhne – Die Ofenbauer von Auschwitz sollen sich die Teilnehmer mit der Problematik Gedenken und Erinnern beschäftigen und pädagogische Konzepte für einen angemessenen Umgang mit der Vergangenheit entwickeln. Den Ausgangspunkt bildet eine kritische Reflexion des „Geistes von Weimar“ vor dem Hintergrund der ambivalenten Geschichte Weimars als Ort der deutschen Demokratie und Diktatur.

 

Zur Vorbereitung auf das Seminar wird die Lektüre folgender Texte empfohlen:

 

 

- Buchenwald. Ausgrenzung und Gewalt 1937 bis 1945, herausgegeben im Auftrag der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora von Volkhard Knigge in Zusammenarbeit mit Michael Löffelsender, Rikola-Gunnar Lüttgenau und Harry Stein, Göttingen, Wallstein Verlag 2016.
- Der Buchenwald - Report. Bericht über das Konzentrationslager Buchenwald bei Weimar. Hrsg. v. David A.Hackett, München 1996.
- Gedenkstättenfahrten. Handreichung für Schule, Jugend - und Erwachsenenbildung in NRW. Bearbeitet von Klaus Ahlheim u.a. Schwalbach/Ts 2004.
- Kralovitz, Rolf : "Zehn Null Neunzig in Buchenwald. Ein jüdischer Häftling erzählt." Köln 1996/2008.
- Geschichte Lernen 129/2009 "Erinnern an den Nationalsozialismus" (Fachzeitschrift im Friedrich-Verlag, Velber).

 

- Stimmen aus Buchenwald. Ein Lesebuch, Herausgegeben von Holm Kirsten und Wulf Kirsten i. A. der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora mit einem Vorwort von Wulf Kirsten, Wallstein-Verlag, 2. Aufl., Göttingen 2003.

- Mounajed, Rene : "Holocaust-Education" und Menschenrechtserziehung im Geschichtsunterricht, in: Handbuch Praxis des Geschichtsunterrichts, hrsg. von Michele Barricell u.a., Schwalbach/Ts 2014.

 

Methodik: Informationsbesuche, Führungen, Selbstlernphasen, Gruppenarbeit, Vorträge, Diskussionsrunden und Meta-Reflektion

 

Zielgruppe: Das Seminar richtet sich insbesondere an: Pädagogen, Referendare und Multiplikatoren der politischen Bildung aus NRW, steht aber allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern ab 16 Jahren offen.

 

Tagungsort: EJBW, Jenaer Straße 2/4, 99425 Weimar

 

Der Teilnehmerbeitrag beläuft sich auf 80,00 pro Person inkl. Übernachtung im Mehrbettzimmer mit Frühstück, 3 x Abendessen sowie sämtlicher Führungen und Honorare. Der EZ-Zuschlag beträgt 50,10 pro Person.

 

Bitte führen Sie einen gültigen Reisepass bzw. Personalausweis mit.

 

Änderungen bleiben vorbehalten.

 

Nähere Informationen: 

Jakob-Kaiser-Stiftung e.V.

Tel. 02223 / 706-11,  Fax: 02223 / 706-20

mail@jakob-kaiser-stiftung.de

 

Oder melden Sie sich mit dem Anmeldeformular an, das Sie unten herunterladen können. Dort finden Sie auch unsere Teilnahmebedingungen.

 

Die Mindestteilnehmerzahl beträgt 20 Personen.

 

Tagungsbeitrag:  2/3 Programmgebühr, 1/3 Institutsgebühr

 

Bei der Veranstaltung handelt es sich um eine Seminarveranstaltung im Rahmen der politischen Bildung, die aus öffentlichen Mitteln gefördert wird. Die Teilnahme an den Programmpunkten ist für die Teilnehmer verpflichtend.

 

 

 

 

 

 

 

Das Anmeldeformular zum Downloaden finden Sie hier:
Anmeldeformular 19-07-030.pdf
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Jakob-Kaiser-Stiftung e.V.

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