Unser Bildungsauftrag

 

1. Die Jakob-Kaiser-Stiftung e.V.

 

Die Jakob-Kaiser-Stiftung e.V. ist eine staatlich anerkannte Einrichtung der politischen Weiterbildung für Jugendliche und Erwachsene. Sie ist überparteilich und politisch unabhängig tätig und wird durch öffentliche Mittel des Bundes und der Länder gefördert. Die Bildungsangebote stehen allen politisch interessierten Bürgerinnen und Bürgern ab 16 Jahren offen. Seit 2010 ist die Jakob-Kaiser-Stiftung e.V. durch das Gütesiegel Weiterbildung zertifiziert.

 

2. Leitbild

 

Die Bildungsarbeit der Jakob-Kaiser-Stiftung e.V. ist dem geistigen Erbe ihres Namensgebers Jakob Kaiser als Widerstandskämpfer gegen jede Form von Totalitarismus, als Mitbegründer der Einheitsgewerkschaft, seinem Eintreten für eine soziale und gerechte Wirtschaftsordnung sowie seiner Aufforderung zur Teilhabe an der Demokratie verpflichtet. Sein Leitspruch „Wir haben Brücke zu sein“ ist unser Bildungsauftrag.

 

In unserer Bildungsarbeit orientieren wir uns am christlichen Menschenbild. Wir sind den Grundwerten der Freiheit, Solidarität und Gerechtigkeit sowie den Grundsätzen der Freiheitlich Demokratischen Grundordnung verpflichtet. Wir wenden uns gegen jede Form von Extremismus und setzen uns ein für die Stärkung der Demokratie, die Übernahme politischer Verantwortung sowie die Förderung der Einheit Europas.

 

Die Jakob-Kaiser-Stiftung e.V. verfolgt das Ziel, Menschen in die Lage zu versetzen, sich aktiv an der zukünftigen Gestaltung der politischen und gesellschaftlichen Ordnung in Deutschland und Europa zu beteiligen. Wir möchten „Brücken bauen“, um den vielfältigen Herausforderungen unserer Zeit zu begegnen.

 

Die Jakob-Kaiser-Stiftung e.V. versteht sich als lernende Einrichtung der politischen Bildung, die neuen Veranstaltungsformaten und Kooperationspartnern aufgeschlossen ist. Durch eine regelmäßige Evaluation der Qualität unserer Bildungsarbeit versuchen wir, den Bedürfnissen der Teilnehmer gerecht zu werden.

 

 

3. Qualitätspolitik

 

Wir fühlen uns den Qualitätsstandards des Gütesiegel Weiterbildung in besonderer Weise verpflichtet. Ein Qualitätsmanagementsystem ist nur sinnvoll, wenn es auch innerhalb der Einrichtung umgesetzt und gelebt wird. Von der Organisation der internen Arbeitsabläufe bis zur Durchführung der einzelnen Seminare sind wir deshalb ständig darum bemüht, die Qualität unserer Bildungsveranstaltungen zu verbessern. Eine glaubhafte Qualitätspolitik beginnt jedoch nicht erst mit der Anmeldung zum Seminar, sondern schon bei der Beratung von Interessenten. Durch eine individuelle Beratungsleistung versuchen wir, die Bedürfnisse der Interessenten zu erfassen und sie in ihren Anliegen durch konkrete Maßnahmen zu unterstützen.

Unsere Qualitätspolitik steht in enger Verbindung mit unserem Leitbild. Die Jakob-Kaiser-Stiftung e.V. versteht sich als eine lernende Einrichtung, bei der die Bedürfnisse der Teilnehmer im Mittelpunkt stehen.  Ziel unserer Qualitätspolitik ist es, das Verständnis der Teilnehmer für politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge zu erhöhen, die Fähigkeit zum begründeten Urteil zu fördern und Kompetenzen zu vermitteln, die die Teilnehmer zu politischem Engagement motivieren.

Zufriedene Teilnehmer sind die besten Botschafter erfolgreicher Bildungsarbeit. Um den Bedürfnissen der Teilnehmer gerecht zu werden, nehmen wir Anregungen, Lob und Kritik ernst und lassen diese im Rahmen des kontinuierlichen Verbesserungs-prozesses in unsere Bildungsarbeit einfließen.

Die Zufriedenheit der Teilnehmer wird durch Feedbackbögen nach jedem Seminar evaluiert und überprüft. Das Feedback der Teilnehmer wird in einem regelmäßig stattfindenden Qualitätszirkel ausgewertet. So stellen wir sicher, dass alle Mitarbeiter von Anregungen, Lob und Kritik Kenntnis erhalten und festgestellte Qualitätsmängel zügig bearbeitet werden können.

Uns ist bewusst, dass die Zufriedenheit der Teilnehmer und der Erfolg einer Bildungsveranstaltung nicht nur von der Thematik und dem Inhalt abhängen, sondern auch von den Rahmenbedingungen. Deshalb sind die Art der Vermittlung, der Einsatz von Medien und anderen Lernmitteln sowie die fachliche und pädagogische Eignung der von uns eingesetzten Dozenten, Referenten und Tagungsleiter ebenfalls Bestandteil der Feedbackbögen. Auch sie werden innerhalb des Qualitätszirkels regelmäßig besprochen und ausgewertet.

 

4. Aufgaben und Ziele

 

Im Sinne eines erweiterten Inklusionsbegriffs setzen wir uns für die gleichberechtigte Teilhabe an unseren Bildungsangeboten ein. Die Jakob-Kaiser-Stiftung e.V. verfolgt das Ziel, Menschen unabhängig von ihrer sozialen Herkunft oder Bildung, ihren finanziellen oder gesundheitlichen Voraussetzungen, ihrem Alter oder Geschlecht sowie ihrer Religion oder Kultur einen Zugang zu politischer Bildung zu ermöglichen. Wir sehen es als unsere Aufgabe an, „Brücken zu bauen“ zwischen Menschen, sie miteinander in Dialog zu bringen, die Bereitschaft zu Toleranz und Verständigung zu festigen, das Selbstbewusstsein und die Persönlichkeit der Teilnehmer zu stärken und sie in ihrem Engagement als mündige Bürger zu unterstützen.

 

Insbesondere in Zeiten des schnellen Wandels und tiefgreifender gesellschaftlicher Veränderungsprozesse sind gefestigte Wertorientierungen ein wesentlicher Garant für die Stabilität der freiheitlichen Demokratie, die von verantwortungsbewusstem politischem Handeln getragen wird. Ein besonderes Anliegen unserer Bildungsarbeit besteht darin, durch die bewusste Auseinandersetzung mit der deutschen Vergangenheit die demokratische Gesinnung der Teilnehmer zu stärken und sie zu Zivilcourage und ehrenamtlichem Engagement zu ermutigen. Das Lernen an authentischen Orten ist dabei ein wichtiger Teil unserer politischen Bildungsarbeit.

 

Unsere Demokratie lebt von der Beteiligung aller Bürger. Politische Partizipation ist jedoch nicht selbstverständlich, denn politische Teilhabe erfordert ein kritisches Urteilsvermögen, das auf einem grundlegenden Verständnis für politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Zusammenhänge beruht. Neben der Vermittlung von Wissen verfolgt die Bildungsarbeit der Jakob-Kaiser-Stiftung e.V. deshalb das Ziel, durch einen problemorientierten Unterricht den kontrovers geführten Dialog unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern anzuregen sowie ihre Urteils- und Handlungskompetenz zu fördern.

 

Gerade junge Menschen engagieren sich immer weniger in politischen und gesellschaftlichen Großorganisationen wie Parteien, Gewerkschaften und Kirchen.  Die Jakob-Kaiser-Stiftung e.V. verfolgt deshalb das Ziel, insbesondere junge Menschen durch die handlungsorientierte Vermittlung von Kompetenzen zur Übernahme von politischer Verantwortung und gesellschaftlichem Engagement zu motivieren.

 

Der Wandel politischer Beteiligungsformen durch die Digitalisierung der Gesellschaft erfordert zudem das Erlernen besonderer Kompetenzen im Umgang mit den Neuen Medien. Die Jakob-Kaiser-Stiftung e.V. ist sich dieser neuen Herausforderung bewusst und versucht, diesen Veränderungsprozessen durch besondere Seminarangebote und Methodenschulungen Rechnung zu tragen. 

 

Die Jakob-Kaiser-Stiftung e.V. fördert die Verständigung zwischen Deutschland und seinen Partnern innerhalb und außerhalb Europas. Sie bekennt sich zu einem vereinten Europa und ist dem europäischen Gedanken verpflichtet. Die europäische Einheit bildet eine zentrale Grundlage für das friedliche Zusammenleben und die Freiheit der Völker Europas. Als eine unserer vorrangigen Aufgaben gilt es, das europäische Bewusstsein der Teilnehmer zu stärken, das Verständnis für die institutionelle Zusammenarbeit in der Europäischen Union zu fördern und Perspektiven für die zukünftige Gestalt Europas zu entwickeln.

 

Wir betrachten Gender-Mainstreaming als Querschnittsaufgabe, die sich sowohl in unserer inneren Struktur als auch in unserer politischen Bildungsarbeit widerspiegelt. Der Abbau von Benachteiligungen durch Diskriminierung gehört ebenso dazu wie die Förderung der Chancengleichheit durch Teilhabe und die freie und selbstbestimmte Entfaltung der Persönlichkeit.

 

 5. Schwerpunkte

 

Die politische Bildungsarbeit der Jakob-Kaiser-Stiftung e.V. umfasst unterschiedliche Veranstaltungsformate wie Seminare, Workshops, Podiumsdiskussionen, Tagungen und Studienfahrten. Das Bildungsangebot deckt dabei folgende Bereiche ab:

 

  • Frieden und Sicherheit im internationalen Kontext 
  • Internationale Politik / Europa
  • Neue globale Fragen (Klimawandel, Rohstoffe, Energie etc.)
  • Geschichte und Zukunft der Europäischen Integration
  • Aufgaben, Funktionen und Arbeitsweise der europäischen Institutionen
  • Politische Teilhabe und gesellschaftliches Engagement
  • Abbau von Diskriminierung und Benachteiligung
  • Digitale Welt und Medienkompetenz
  • Zeitgeschichtliche Grundlagen des 20. Jahrhunderts
  • Nationalsozialismus und Widerstand
  • Erinnerungskultur und Gedenkstättenpädagogik
  • Strategien gegen Rechtsradikalismus und politischen Extremismus
  • Sozialer Wandel in Deutschland (Demographie, Armut, Migration, Integration etc.)

Fördergeber:

Anerkannt nach:

Zertifiziert nach:

 

Mitgliedschaften: